Vereinsgeschichte

Angefangen hat alles am 22. Februar 1996 um 19:30 h im VHS-Seminarzentrum in Witten- Annen. Es war der erste Abend einer fünfteiligen Vortragsreihe in der Frau Dr. Rita Wietfeld unter der Überschrift “Psychisch krank – was nun?” über das Thema “Was ist eine schizophrene Psychose?” referierte. Mit höchsten 40 Interessenten hatte man gerechnet. Es kamen rund 140 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Auch das Interesse an den übrigen Veranstaltungen übertraf die Erwartungen.

Schon bald war klar: Viele Hörer/innen wollten nicht nur ihre Informationsdefizite aufarbeiten, vielmehr war man an einem Austausch über die aktuelle Lebenssituation und über die akute Belastung durch psychisch erkrankte Angehörige interessiert. So entstand eine Selbsthilfegruppe, deren Mitglieder ihre Nöte miteinander teilten, sich gegenseitig stützten und Tipps für den alltäglichen Kleinkrieg mit Behörden, Versicherungen, Unternehmen und verständnislosen Mitmenschen gaben. (Fast) immer mit dabei: Frau Dr. Wietfeld als Motor, Mentor, Coach und medizinisch-psychologische Beraterin.

Schon im Herbst 1996 erfolgte ein über die Angehörigentreffen hinausgehendes Angebot: In Zusammenarbeit mit dem DJK Blau- Weiss Annen wurde eine Sportgruppe für psychisch Erkrankte ins Leben gerufen.

Im Oktober 1997 startete das erste Wohnprojekt für psychisch Kranke in den drei ehemaligen Gruppenhäusern des Kinderheimes Egge. Damit sollte die Isolation der Erkrankten aufgehoben und die Selbständigkeit gestärkt werden.

Im Jahre 1998 folgte FLIPS, ein Angebot für 6- bis 16-jährige Kinder psychisch erkrankter Eltern um den nachteiligen häuslichen Entwicklungsbedingen entgegen zu wirken.

Mit dem Projekt Schlachthofstraße 8 / 8a wurden die Aktivitäten im Bereich Wohnprojekte 2001 ausgedehnt. Seit Anfang 2002 hat ProPat im ausgebauten Dachgeschoss des Hauses Schlachthofstraße 8 eigene Räumlichkeiten für Treffen und die Geschäftstelle erhalten.

Im Oktober 2011 hat sich der Angehörigenverein dem Verein Viadukt e.V. - Verein für die Förderung der psychosozialen Versorgung in Witten - angeschlossen, um die unterstützenden Angebote für Angehörige und Freunde psychisch erkrankter Menschen einerseits zu bündeln und gleichzeitig die Vielfalt der verschiedenen Beratungs- und Hilfeangebote in Witten zu erhalten.